Test zweiter Blog Beitrag

Du kennst das bestimmt: Du gehst in einen Raum und fühlst Dich plötzlich ganz anders, als noch vor der Tür. War eben noch alles gut, herrscht jetzt eine bedrückende Atmosphäre in Dir. Obwohl äußerlich nichts passiert ist, spürst Du eine Schwere, die vorher nicht da war. Dein Körper reagiert, als wäre diese unausgesprochene Spannung Deine eigene.

 

Falls Du Dich darin wieder erkennst, bist Du nicht allein. Viele von uns nehmen die Emotionen, Stimmungen und Energien anderer Menschen intensiver wahr, als uns manchmal lieb ist. Und das kann ganz schön anstrengend werden, wenn wir nicht lernen, damit umzugehen.

Hochsensibilität als Stärke und emotionale Empfindsamkeit verstehen

Bevor wir darüber sprechen, wie Du Dich besser abgrenzen kannst, lass uns etwas klarstellen: Deine Sensibilität ist ein Geschenk. Sie ermöglicht Dir, tiefe, authentische Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen. Du spürst, was wirklich in einem Raum vor sich geht – auch das, was unausgesprochen bleibt.

 

Das Problem entsteht nicht durch Deine Fähigkeit zu fühlen, sondern dadurch, dass Du vielleicht noch nicht gelernt hast, zwischen Deinen eigenen Gefühlen und denen anderer zu unterscheiden.

 

Stell Dir vor, Du gehst wie ein Postbote durch den Tag – nur dass Du nicht Pakete abgibst, sondern sie einsammelst. Emotionale Pakete von anderen Menschen. Abends liegst Du dann im Bett mit einem schweren Rucksack voller Gefühle, die gar nicht Deine sind.

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Warum Hochsensible fremde Gefühle wie ein emotionaler Schwamm aufsaugen

Oft entwickeln wir diese intensive Wahrnehmung schon in der Kindheit. Wenn wir früh gelernt haben, dass wir gesehen und geliebt werden, indem wir für andere da sind, ihre Emotionen regulieren oder Verantwortung für ihr Wohlbefinden übernehmen, dann wird das zu unserem Überlebensmuster.

 

Unser Nervensystem ist darauf programmiert, Gefahren zu erkennen – und sozialer Ausschluss war früher lebensbedrohlich. Deshalb sind wir ständig auf Empfang: Ist alles okay? Bin ich sicher? Muss ich etwas tun, damit die anderen mich mögen?

 

Diese Hypervigilanz führt dazu, dass wir den Fokus permanent auf unser Umfeld richten, anstatt bei uns selbst zu bleiben.

Selbstwahrnehmung stärken als erster Schritt zur emotionalen Abgrenzung

Bevor Du Dich abgrenzen kannst, musst Du erst einmal verstehen, was passiert. Beginne damit, Dich selbst zu beobachten: Wie fühlst Du Dich vor einem Gespräch? Wie gehst Du aus der Unterhaltung raus? Was hat sich verändert?

Mach das ohne Bewertung. Du bist Detektiv:in Deines eigenen Erlebens. Je bewusster Dir wird, wann Du die emotionalen Pakete anderer aufnimmst, desto eher kannst Du gegensteuern.

Eigene und fremde Emotionen als hochsensible Person unterscheiden lernen

Stell Dir vor, Du hast einen unsichtbaren Kreis um Dich, etwa eine Armlänge weit. Das ist Dein persönlicher Raum. Manchmal steht die Tür zu diesem Raum offen, und andere Menschen stellen ihre emotionalen Pakete dort ab.

 

Wenn Du merkst, dass Du plötzlich Gefühle in Dir trägst, die sich fremd anfühlen, dann halte kurz inne:

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